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„Die Kraft der Veränderung“

(tig) Der Veranstaltungsort der 45. GEVA Jahrestagung war mit Bedacht gewählt: Getreu des Veranstaltungsmottos „Die Kraft der Veränderung“ wurde nach Salzburg im Jahr 2014 eine weitere Ländergrenze überschritten und in Prag getagt. 

Neues Logo, neuer Claim: Von der klassischen Verbundgruppe zum aktiven Lösungsanbieter – auch über nationale Grenzen hinaus. Grafik: GEVA GmbH & Co.KG

Neues Logo, neuer Claim: Von der klassischen Verbundgruppe zum aktiven Lösungsanbieter – auch über nationale Grenzen hinaus. Grafik: GEVA GmbH & Co.KG

Die 45. GEVA Jahrestagung fand in Prag statt

Rund 250 Teilnehmer waren Anfang Juni der GEVA Einladung zum 45. Geburtstag in die Hauptstadt der Tschechischen Republik gefolgt, um sich über die aktuelle Entwicklung und perspektivische Ausrichtung der Verbundgruppe zu informieren. Und eines vorweg: Sie sollten nicht enttäuscht werden.So stieg das Brutto-Zentralregulierungsvolumen in 2015 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 4 Prozentpunkte auf 722,5 Mio. Euro bei einem Jahresüberschuss von 3,17 Mio. Euro. Als Umsatz-Turbo erwies sich in diesem Zusammenhang die GEVA Gastro, deren Streckenlogistikumsatz um 8,75 Prozentpunkte kletterte und mit gut 54 Mio. Euro erstmals die magische 50 Mio. Euro-Grenze überspringen konnte. Entsprechend zufrieden zeigte sich der GEVA Aufsichtsratsvorsitzende Waldemar Behn: „Vom Grundsatz her kann man sagen, es war erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Umsätze konnten gesteigert werden, die Bonusliste wurde erfüllt und wir haben sogar noch Rücklagen für Zukunftsinvestitionen bilden können.“

Die Heimat des Pils

Schon traditionell bildet der Gesellschafterabend den Auftakt einer jeden GEVA Jahrestagung. Auf Einladung von SABMiller ging es diesmal per Bus nach Pilsen, der Stadt, dem das weltberühmte Pils seinen Namen verdankt. Hier, in der quirligen Universitätsstadt im Westen von Böhmen, hat der bayerische Braumeister Josef Groll Mitte des 19. Jahrhunderts Pilsner Urquell, das erste Bier nach Pilsner Brauart entwickelt und den Grundstein für seine einzigartige Karriere gelegt. Nach einer so kurzen wie informativen Stadtführung traf man sich anschließend auf dem traditionsreichen und liebevoll restaurierten Gelände der Pilsner Urquell Brauerei, um Biergeschichte und -gegenwart in Form einer Brauerei-Besichtigung leibhaftig zu erleben. Die hautnahe Begegnung mit der Bierlegende Pilsner Urquell und insbesondere die Verkostung des ungefilterten Bieres in den historischen Kellern der Brauerei, begeisterte alle Teilnehmer und sorgte auch beim anschließenden Get-Together mit handgemachter Rockmusik und kleinen Köstlichkeiten für jede Menge Gesprächsstoff. Bis in den Abend genossen die Teilnehmer die Gastfreundschaft der tschechischen Traditions-Brauerei, das atmosphärische Ambiente, die sommerliche Abendstimmung und anregende (Branchen-)Gespräche ehe es zurück nach Prag ging.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Den Auftakt des zweiten Tages bildete die offizielle Gesellschafterversammlung in deren Rahmen nicht nur die erfreulichen Zahlen und die strategische Neuausrichtung der GEVA diskutiert wurden, sondern auch wichtige Personalentscheidungen anstanden. So steht Regina Gröger, Saga-Getränke GmbH in Dessau, nach 14 Jahren im Aufsichtsrat der GEVA und zuletzt in der Funktion als Vorsitzende der Regio 2 sowie als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende aktiv, dem Gremium aufgrund einer Altersbeschränkung nicht mehr zur Verfügung. Ihre Nachfolge im Vorsitz der Regio 2 tritt Steffen Sojka, Getränkefachgroßhandel Jürgen Sojka GmbH & Co. KG, Schenkenberg, dann auch als neues Aufsichtsratsmitglied an. Herrmann-Josef Schreiber, Bier-Schneider GmbH & Co. KG, Mülheim-Kärlich, folgt Regina Gröger im Amt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Parallel dazu wurde Waldemar Behn, Behn Getränke GmbH, Eckernförde, in seinem Amt als Aufsichtsratsvorsitzender erwartungsgemäß bestätigt. Ebenfalls in ihre Ämtern wiedergewählt wurden Claus Lippert, Lippert Getränkefachgroßhandel & Logistik GmbH, Hof, als Fachbeiratsvorsitzender des Vertriebsbereichs Getränke Fachmarkt, Waldemar Behn als Vorsitzender der Regio 1 und Dr. Roland Stumpf, Bier Schaaff GmbH & Co. Betriebs KG, Heidelberg, als Vorsitzender der Regio 4 und in diesen Funktionen auch als Aufsichtsratsmitglieder bestätigt. Thomas Dohnow, Getränke Preuss Münchhagen GmbH, Berlin, wurde als Fachbeiratsmitglied Gastronomiedienste für die nächsten vier Jahre wiedergewählt.

GEVA Zukunftsstrategie 2020

Am Nachmittag eröffnete Andreas Vogel, Sprecher der GEVA Geschäftsführung, mit dem GEVA Symposium den öffentlichen Teil der Jahrestagung und füllte das Motto der Veranstaltung – „Die Kraft der Veränderung“ – sogleich mit Leben, indem er die GEVA Zukunftsstrategie 2020 präsentierte und erläuterte. Dabei geht es im Kern um den Wandel der ehemals klassischen Verbundgruppe vom soliden Dienstleister zum aktiven Lösungsanbieter – auch über nationale Grenzen hinaus. Entsprechend wurde das Corporate Design modernisiert und mit „The Beverage Solution Company“ ein neuer Claim kreiert, der das Leistungsportfolio der GEVA international verständlich auf den Punkt bringt. „Wir wollen ein modernes, unabhängiges und erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen sein, ein Solution Provider für die Getränkebranche, der lösungsorientierte Antworten gibt“, sagte Vogel. Denn es überlebe nicht automatisch das größte Unternehmen, sondern das, was am besten auf Veränderungen reagiere. Vor diesem Hintergrund habe man zusammen mit externen Beratern den Status Quo analysiert, ein innovatives Leitbild definiert und eine erfolgversprechende Strategie konzipiert. Jetzt gelte es, die vorhandenen PS auf die Straße zu bringen. Eine Ankündigung, die seitens der Gäste im Tagungssaal des Klosters Strahov nicht nur mit reichlich Applaus, sondern auch mit viel Lob bedacht wurde. „Ich war von der Neuausrichtung überrascht und sehr positiv angetan“, ließ Birgit Zach, geschäftsführende Gesellschafterin der Ernst Flack und Hermann Schwier GmbH, Radebeul, verlauten und Viktoria Müller, Geschäftsführerin Getränke Müller GmbH & Co. KG, Bielefeld, meinte: „Ich hatte nicht unbedingt damit gerechnet, dass die GEVA so innovativ wird. Aber es ist gut so. Man hat schon im letzten Jahr gemerkt, dass Neues passieren soll und deshalb bin ich für die Zukunft ganz positiv gestimmt.“ Auch industrieseitig fiel die Resonanz durchweg zustimmend aus. „Ich finde den Ansatz, Problemlöser sein zu wollen, grundsätzlich richtig. Die GEVA geht diesen Schritt ganz bewusst und aus meiner Sicht auch absolut zukunftsorientiert“, kommentierte Michael Kauertz, Leiter Key Account Management der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG, und Rainer Noll, Vertriebsdirektor Außer-Haus-Markt der Bitburger Braugruppe GmbH, sprach von einer toll ausgearbeiteten Neuausrichtung, die Sinn mache und von der Modernität der GEVA zeuge.

„Man muss mit der Zeit gehen, sonst geht man mit der Zeit.“

Als ersten Beleg für die weitere Professionalisierung der GEVA und den Ausbau der Geschäftsaktivitäten als „The Beverage Solution Company“ verkündete Andreas Vogel anschließend die Gründung eines Joint Ventures der GEVA mit der Bonifatius GmbH, Kaisersesch, zur aktiven Absatzförderung und flächendeckende Distribution von Craft Bieren. Das neue Unternehmen firmiert als „Boneva Craftinnovation GmbH“ und will allen Marktbeteiligten die komplette Supply Chain bundesweit als Dienstleistung zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören unter anderem die Bereitstellung Craft Bier-typischer Braukapazitäten mit einer kastenfähigen Mehrweglösung sowie die Sicherstellung einer flächendeckenden Mehrweglogistik. „Es ist für die GEVA gut, sich an diesem sich entwickelnden Markt zu beteiligen“, befand dann auch Rainer Emig, Vertriebsdirektor der Brauerei C. & A. Veltins GmbH & Co. KG, Meschede Grevenstein. Und Steffen Lüdecke, Geschäftsführer Getränkevertrieb Osterburg GmbH, kommentierte das Joint Venture so lakonisch wie treffend: „Man muss mit der Zeit gehen, sonst geht man mit der Zeit.“

Der Papst fährt Bus

Wer bisher der Meinung war, allein der Glaube versetze Berge, der wurde von Andreas Englisch, Schriftsteller, Korrespondent und ausgewiesener Vatikan-Experte, unterhaltsam eines besseren belehrt. Auf so humorvolle wie enthusiastische Art gab er im zweiten Teil des Symposiums Einblicke in das größte Unternehmen der Welt (70 Mio. Mitarbeiter), die römisch-katholische Kirche, und die bemerkenswerten Bemühungen von Papst Franziskus, Veränderungen herbeizuführen. Das klingt bisweilen amüsant, zum Beispiel dann, wenn das Kirchenoberhaupt anstelle seiner gepanzerten Dienstlimousine den Bus nimmt aber darauf besteht, vorne zu sitzen – schließlich sei er ja der Papst –ist in Wahrheit aber Ausdruck einer, so Englisch, „Revolution von oben“, die den globalen Riesen namens römisch-katholische Kirche nachhaltig erneuern soll. Denn der Verzicht auf Prunk und Statussymbole, der Bruch mit jahrhundertealten Traditionen sowie das öffentliche Vorleben eines neuen Wertekodexes findet in der Führungsetage des Global-Players nur wenig Zuspruch. „90 Prozent der Kardinäle hassen den Papst“, weiß Andreas Englisch. Umso mehr brauche er die ganz normalen Leute, um seine Vision der Kirche umsetzen zu können.

Jubiläums-Feuerwerk

Alljährliches Highlight der GEVA Jahrestagung ist die traditionelle GEVA Party, die diesmal in Schloss Troja, einer von Wenzel Adalbert Graf von Sternberg 1679-1685 im Barockstil erbauten Sommerresidenz, stattfand. Per Panoramaschiff ging es für die GEVA Gäste entspannt einige Kilometer die Moldau hinab, ehe auf der nördlichen Seite des Flusses in unmittelbarer Schlossnähe angelegt wurde. Die letzten Meter zur Party-Location führten dann durch einen barocken Garten nach französischem Vorbild und über eine große Freitreppe in den opulenten ausgestatteten Festsaal. Ein stilvolles und beeindruckendes Umfeld, das an diesem Abend dank der Unterstützung von SABMiller, ABInBev, Bitburger, Coca Cola, Cölner Hofbräu P. Josef Früh, Danone Waters, Eckes Granini, Gerolsteiner, Hassia, Maisel’s, MBG International Premium Brands, Niehoff’s Vaihinger, Öttinger, Paulaner und Pepsico mit geballter Getränke-Kompetenz glänzen konnte. Für die passende musikalische Begleitung sorgte das Streicherinnen-Trio „Inflagranti“ mit einer begeisternden Mischung aus Klassik und Rock. Wer allerdings geglaubt hatte, der Party-Höhepunkt sei bereits erreicht, sah sich getäuscht. Denn mit Einbruch der Dämmerung überraschte die GEVA ihre Gäste mit einem faszinierenden Jubiläumsfeuerwerk zum 45. Geburtstag des Unternehmens. „Die Veranstaltungs-Location hier in Prag samt Programm ist wunderbar. So wird die Dynamik des Neuaufbruchs nicht nur für die Gesellschafter, sondern auch für alle anderen Partner die hier vor Ort sind erlebbar“, fasste Rainer Noll seine Eindrücke zusammen. Auch im nächsten Jahr werden sich die GEVA Gesellschafter mit ihren Partnern aus Industrie, Systemgastronomie, der Hotellerie, der Fachpresse und vielen anderen Bereichen zum direkten und offensiven Meinungsaustausch treffen. 2017 findet die GEVA Jahrestagung am 18. und 19. Mai im hohen Norden, genauer in der Hansestadt Hamburg statt.

www.geva.com

Quelle: GEVA GmbH & Co.KG

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