Lavazza: Frankreich durch Carte Noire Übernahme zweitgrößter Markt nach Italien

Der Abschluss des Geschäfts wurde am 29. Februar 2016 unterzeichnet.

„Wir wollen weiterhin in Wachstum investieren“, erklärte der CEO des Unternehmens Antonio Baravalle bei der Pressekonferenz in Paris. Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich 2015 um acht Prozent und überschritt damit 1,4 Milliarden Euro.

Honorarfreie Veröffentlichung ausschließlich für redaktionelle Zwecke und unter Quellenangabe: Luigi Lavazza Deutschland GmbH.

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Frankfurt/Paris, 10. März 2016 – Durch die Übernahme von Carte Noire, einer führenden Marke auf dem französischen Kaffeemarkt, macht Lavazza einen weiteren bedeutenden Schritt im internationalen Wachstum des Unternehmens mit dem Ziel, sich neben den wichtigsten Akteuren des Sektors in der jetzigen Phase der Marktkonsolidierung zu behaupten.Das ist die Strategie, die Lavazza, das italienische Kaffeeunternehmen, heute im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz zur Präsentation der Details der Transaktion vorstellte. Das Top-Management von Lavazza erläuterte, dass die Vereinbarung mit der Jacobs Douwe Egberts (JDE) Gruppe am 29. Februar nach Genehmigung durch die französische Wettbewerbsbehörde und die Europäische Kommission sowie nach Beendigung des Informations- und Beratungsprozesses mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen abgeschlossen werden konnte. Unterstützt wurde Lavazza durch JP Morgan als Finanzberater, die Boston Consulting Group als strategische Berater sowie Cleary Gottlieb Steen & Hamilton als Rechtsberater. Ein Pool von vier Banken (Club Deal) — bestehend aus Intesa Sanpaolo, Bnl-Bnp Paribas, Rabobank und UniCredit — stellten ein mittelfristiges Unternehmensdarlehen von 400 Millionen Euro bereit.

Die Finanztransaktion wurde mit der Unterstützung von Rothschild als Finanzberater sowie Clifford Chance als Rechtsberater finalisiert. Die Transaktion umfasst die Übernahme der Marken und Geschäftszweige von Carte Noire im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR, dem die 28 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen angehören). Im Detail sind das: Roast & Ground, ganze Bohne, Soft-Pads und Nespresso- kompatible Kapseln. Die Vereinbarung umfasst auch eine Fünf-Jahres-Lizenz für die Marke Senseo für Soft-Pads und Nespresso-kompatible Kapseln in Österreich. Davon nicht betroffen ist die Marke Tassimo und — mit der Einschränkung auf die ersten zwei Jahre — löslicher Kaffee sowie Produkte des Away- From-Home Vertriebskanals. Die Vereinbarung umfasst auch die Produktionsstätte Lavérune in der Region Languedoc-Roussillon Midi-Pyrénées, die dadurch Teil des globalen Produktionssystems von Lavazza wird, wo weiterhin die in der Vereinbarung erfassten Produkte hergestellt werden. „Die Übernahme von Carte Noire durch Lavazza vereinigt zwei Unternehmen, die sich hinsichtlich ihrer Geschichte, ihres Image und ihrer Qualitätskultur sehr ähnlich sind“, stellt Antonio Baravalle, CEO von Lavazza, fest. „Gleichzeitig eröffnet der komplementäre Charakter der jeweiligen Verbrauchssegmente, in denen Lavazza auf dem französischen away-from-home-Markt und Carte Noire im Einzelhandelssegment zu den führenden Marken zählen, ein signifikantes Entwicklungspotenzial.“ Als Marktführer in Frankreich mit einem 20-prozentigen Anteil am Einzelhandelsmarkt (nach Menge; Quelle: Nielsen) ist Carte Noire die wichtigste, in einer Reihe kürzlich abgeschlossener Übernahmen. Während seiner Präsentation erinnerte der Lavazza CEO daran, dass 2015 die Marke Merrild, langjähriger Marktführer in Dänemark und den baltischen Staaten, zu einem Teil der Gruppe wurde, während Ende letzten Jahres in Australien, wo das Unternehmen einen signifikanten Marktanteil hält, die Vertriebsorganisation übernommen wurde und damit eine neue Tochterfirma in die Gruppe integriert werden konnte.

„Wir haben nun bereits seit längerer Zeit unser Wachstum gehalten“, stellt Baravalle fest. „Zusätzlich zu unseren Übernahmen in der jüngeren Vergangenheit möchte ich die umfassenden Modernisierungsarbeiten an unseren Industriestandorten nennen sowie wesentliche Investitionen im Bereich Marketing, Kommunikation und Innovation und auch den in Bau befindlichen, neuen Firmensitz in Turin: ein Gesamtengagement, das die 1 Milliarde-Euro-Grenze bereits überschritten hat.“ „Unter Beachtung des laufenden Konsolidierungsprozesses besteht unser Ziel darin, eine Größe zu erreichen, die uns in die Lage versetzt, eine noch bestimmendere Rolle auf dem Markt einzunehmen – unter gleichzeitiger Beibehaltung unserer Identität und Werte – und so eine auf Kaffee spezialisierte, unabhängige globale zu Gruppe schaffen, die auf internationaler Ebene wettbewerbsfähig ist“, fügte der Lavazza CEO hinzu. Baravalle selbst sieht diese Größenordnung bei einer Umsatzschwelle von 2 Milliarden Euro, wobei der Anteil der ausländischen Märkte bei über 70 Prozent liegt.

Dieses Ziel liegt nicht in allzu weiter Ferne: In den letzten fünf Jahren lag die aggregierte Wachstumsrate (CAGR), trotz der ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, bei fünf Prozent pro Jahr. 2015 überschritt der Umsatz der Gruppe die Marke von 1,4 Milliarden Euro, was einem Wachstum von acht Prozent entspricht. Nicht zuletzt beträgt die Umsatzprognose für 2016, dank internem Wachstum und den Beiträgen der neuen Unternehmen, bereits 1,7 Milliarden Euro. Der Internationalisierungsgrad der Lavazza Gruppe weist einen zunehmenden Anstieg auf und erreichte 2015 55 Prozent des Umsatzes – was insbesondere auf den Beitrag von Schlüsselländern wie Deutschland (+11%), den USA (+20%), Großbritannien (+19%) und Frankreich (+10%) zurückzuführen ist — und wird zum Ende des laufenden Jahres 65 Prozent erreichen.

Lavazza ist mit seiner mehr als 120-jährigen Geschichte in der Lage, eine Führungsrolle auf einem zunehmend kompetitiven Weltmarkt zu übernehmen, der von einer bedeutenden Zahl an Unternehmenszusammenschlüssen gekennzeichnet ist. Dies unterstrichen auch die beiden Vice Presidents der Gruppe: „Wir sind über diese Akquisition, die wir ohne Zögern eine ‚perfekte Verbindung’ nennen und die jetzt die gesamte Gruppe stärkt, sehr erfreut“, bemerkte dazu Giuseppe Lavazza. „Diese Transaktion macht Frankreich – jenes Land, in dem wir 1982 unseren Expansionsprozess starteten – zum zweitwichtigsten Markt nach Italien: ein Standort mit 500 Mitarbeitern und einem erwarteten Umsatz im Ausmaß von 20 Prozent des Gesamtgruppenumsatzes im laufenden Jahr.“ „Wir verfolgen damit ein Wachstumsprojekt, das auch für die Zukunft bedeutende Investitionen in Forschung und Entwicklung vorsieht, und damit ein wesentliches Element unseres Erfolgs darstellt“, betonte Marco Lavazza. „In der Tat trachten wir danach, unsere Anstrengungen, abzielend auf die ständige Verbesserung der Qualität unserer Produkte und Prozesse, mit einem Hauptfokus auf Nachhaltigkeitsthemen zu verknüpfen, was zusammen einen entscheidenden Faktor für die zukünftige industrielle Entwicklung darstellt.“

Über Lavazza

Seit seiner Gründung 1895 in Turin ist der italienische Kaffeeröster in der 4. Generation im Besitz der Familie Lavazza. Die Gruppe, die weltweit an sechster Stelle der Röster rangiert, ist derzeit über Tochterfirmen und Distributoren in mehr als 90 Ländern – mit einem Export-Anteil von 55 Prozent seiner Produktion. Nach der Übernahme von Carte Noire beschäftigt Lavazza insgesamt rund 3.000 Mitarbeiter und weist einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro auf (Schätzung für 2015). Lavazza erfand bereits in den frühen Jahren seiner Unternehmensgeschichte das Prinzip des Blendings– mit anderen Worten: die Kunst, unterschiedliche Kaffeesorten aus verschiedenen geografischen Gebieten miteinander zu kombinieren – und dies stellt weiterhin das hervorstechende Merkmal der meisten seiner Produkte dar. Lavazza verfügt zudem über eine 25-jährige Erfahrung in der Produktion und im Vertrieb von Portionskaffeesystemen und –produkten. Das Unternehmen brachte als erster italienischer Kaffeeröster Kapselsysteme auf den Markt. Lavazza agiert in allen Geschäftsbereichen – „Home“ Markt, den „Away-from-Home-Sektor“ (AFH oder Außer-Haus-Markt) sowie Bürokaffeeservices – immer mit Fokus auf Innovation in den Verbrauchstechnologien und -systemen. Lavazza hatte schon immer die Fähigkeit, Markenbewusstsein durch bedeutende Partnerschaften zu entwickeln, wobei das Unternehmen vollkommen im Einklang mit seiner Markeninternationalisierungsstrategie agiert, wie in der Welt des Sports mit den Grand Slam Tennisturnieren oder auf dem Gebiet der Kunst und Kultur mit prestigeträchtigen Museen wie dem Guggenheim Museum in New York und Venedigs Musei Civici Veneziani.

Über Carte Noire

Gegründet 1978 durch René Monnier, war Carte Noire das erste Unternehmen, das 100% Arabica Kaffeemischungen in einem Markt, der von Robusta-Sorten dominiert wurde, einführte. Das französische Unternehmen folgte dem Weg der Innovationen und brachte 2003 Soft-Pads und 2013 Nespresso-kompatible Kapseln auf den Markt. Durch die geschickte Nutzung seiner besonderen Markenidentität auf Grundlage der Farben Schwarz, Weiß und Gold, wurde das Unternehmen – das heute einen Anteil von 20% am Einzelhandelsmarkt hält — bald zum Inbegriff für Spitzenkaffee. Seit dem 29. Februar 2016 ist Carte Noire ein Teil der Lavazza Gruppe, die ca. 300 Mitarbeiter sind auf das Büro in Paris und die Produktionsstätte in Lavérune (in der Region Languedoc- Roussillon Midi-Pyrénées) aufgeteilt.

Über Merrild

Merrild ist eine führende Marke im Einzelhandelssegment Dänemarks und der baltischen Staaten. Sie wurde 1964 durch den Unternehmer Møller Merrild gegründet, der als erste Kaffeemischung die Merrild 103 kreierte. Der Marktanteil von Merrild am Einzelhandelssegment Dänemarks liegt bei ca. 25 Prozent Merrild ist seit 30. September 2015 ein Teil der Lavazza Gruppe und beschäftigt ca. 50 Mitarbeiter.

Über Lavazza Australien

Lavazza agiert bereits seit mehr als 30 Jahren in Australien, einem der Schlüsselmärkte in der vom Unternehmen verfolgten internationalen Expansionsstrategie. Im September letzten Jahres übernahm die Gruppe die Vertriebsorganisation für Lavazza Produkte von seinem lokalen Partner und integrierte damit eine neue Tochterfirma in Melbourne. Lavazza hält derzeit ungefähr einen 16-prozentigen Marktanteil im Einzelhandelssegment.

Hintergrundinformationen zu den jüngsten Übernahmen von Lavazza

  • Am 5. Mai 2015 erhielt D.E Master Blenders e Mondel?z International die bedingte Genehmigung der Europäischen Kommission zur Gründung der JACOBS DOUWE EGBERTS (JDE) Gruppe. Die Genehmigung der Kommission war vorbehaltlich des Verkaufs der Marken Carte Noire und Merrild im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sowie der Veräußerung der Lizenz für die Marke Senseo in Österreich an Dritte.
  • Am 22. Juli 2015 gab Lavazza ein verbindliches Angebot an JDE für die Übernahme der Geschäftszweige von Carte Noire im EWR ab.
  • Am 1. September 2015 übernahm Lavazza das Vertriebsgeschäft in Australien, wo das Unternehmen einen bedeutenden Marktanteil aufweist, und integrierte damit ein Tochterunternehmen.
  • Am 30. September 2015 übernahm Lavazza die Marke Merrild sowie Geschäftszweige des Unternehmens mit Bezug auf Kaffee in ganzer Bohne und gemahlenen Kaffee von JDE. Von dieser Transaktion war der Away-from-Home-Sektor ausgenommen und JDE verpflichtete sich, AFH-Produkte innerhalb eines Jahres umzubenennen.
  • Mit Wirksamkeit 29. Februar 2016 übernahm Lavazza die Marke Carte Noire sowie Geschäftszweige des Unternehmens im EWR. Die Übernahme umfasste Roast & Ground, Kaffee aus ganzer Bohne, Soft-Pads, Nespresso-kompatible Kapseln sowie eine Fünf-Jahres-Lizenz für die Marke Senseo für Soft-Pads und Nespresso-kompatible Kapseln in Österreich. Nicht eingeschlossen sind die Tassimo Kapseln sowie – mit der Einschränkung auf die ersten beiden Jahre - Löskaffee und AFH-Produkte, für welche sich JDE in diesem Zeitraum zu einer Umbenennung verpflichtete.
     

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Edelman | Luciano Luffarelli | Mobil: +39 335 1320467 | E-Mail: luciano.luffarelli@edelman.com

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