Schneller zur Kasse

EHI-Studie „Online-Payment 2018“ erscheint

Köln, 03.07.2018 - Bis 2019 wollen Onlinehändler ihr Angebot an Zahlungsdiensten um verschiedene Services aufstocken. Auf Platz eins rangiert dabei Amazon Pay. Außerdem setzen die Händler zukünftig vor allem auf Mobile- und Omnichannel-Payment sowie Risikomanagement. Dies ergab die aktuelle EHI-Studie „Online-Payment 2018“.

Payment-Roadmap bis 2020. Grafik: EHI-Studie Online-Payment 2018

Payment-Roadmap bis 2020. Grafik: EHI-Studie Online-Payment 2018

Top 10 der geplanten Zahlungsdienste bis 2019. Grafik: EHI-Studie Online-Payment 2018

Top 10 der geplanten Zahlungsdienste bis 2019. Grafik: EHI-Studie Online-Payment 2018

Mehr im Angebot

Um ein bis zwei neue Zahlungsdienste wollen die befragten Onlinehändler ihren Payment-Mix bis 2019 erweitern. Mit 21 Prozent steht dabei Amazon Pay ganz oben auf der Prioritätenliste und das, obwohl viele Händler die hohen Gebühren für Transaktion und Implementierung kritisieren. Die digitale Wallet scheint mit einem geringeren „Bounce“ – also Kaufabbruch – zu überzeugen. Darüber hinaus wird die Möglichkeit, mit Gutschein im Onlineshop zu zahlen, zunehmend attraktiv (17 Prozent). 14 Prozent der Studienteilnehmer plant jeweils die Zahlungsarten Zahlung bei Abholung, Paydirekt, Sofortüberweisung, Bankeinzug/Lastschrift und den Ratenkauf/Finanzierung mit Zahlungsgarantie einzuführen. Jeder zehnte Händler möchte seinen Kunden die Möglichkeit zur Barzahlung bieten. Bei dieser Option bestellt der Kunde seine Ware online und zahlt anschließend an der Kasse eines stationären Geschäfts mit Zahlungsdiensten wie Barzahlen oder Barpay. Der Händler versendet die Ware erst, wenn ihm die Information über den Zahlungseingang vorliegt und der Kunde muss keine Kontodaten hinterlegen. Weitere 10 Prozent der befragten Händler planen die Einführung des Rechnungskaufs mit Zahlungsgarantie.

Mehr Gemütlichkeit beim Onlinekauf

Noch im letzten Jahr konnte es den Online-Händlern beim Bezahlen nicht schnell genug gehen. Rund 54 Prozent der befragten Retailer maßen der Möglichkeit zum Express Check-out große Bedeutung bei, womit der beschleunigte Bezahlvorgang auf Platz eins der Trends auf der Payment-Roadmap bis 2020 rangierte. Und das zu Recht, denn ist der Bezahlvorgang zu langwierig, bleibt der gefüllte Warenkorb an der virtuellen Kasse zurück. Mittlerweile hat sich die Einschätzung jedoch gewandelt und die Bezahl-Option rutschte mit 47 Prozent auf Platz fünf. „Um den Kunden am Check-out nicht zu verlieren, ist ein schneller Bezahlprozess ein Must-have für Onlineshops. Allerdings nutzen die Online-Shopper das Angebot noch sehr verhalten, was den Rückgang im Bedeutungs-Ranking erklären kann“, so Online-Payment-Expertin Caroline Coelsch.

Als neuer Trend mit großer Bedeutung gilt im Jahr 2018 Mobile-Payment (58 Prozent). Als beinahe ebenso bedeutend bewerten die Händler Omnichannel-Payment (56 Prozent) gefolgt von Risikomanagement mit 52 Prozent. Letzteres beinhaltet bspw. Maßnahmen zur Betrugsprävention und Vorgehensweisen bei Zahlungsausfällen. Ganz unten auf der Prioritätenliste stehen Blockchain (7 Prozent), Voice Commerce (2 Prozent) und Kryptowährungen (0 Prozent).

Bald Bitcoins in der Kasse?

Kryptowährungen wie Bitcoins, Ethereum und Litecoins sind mittlerweile allseits bekannt – aber sehen Händler die digitalen Zahlarten als echte Zahlungsalternative? Aktuell lautet die Antwort Nein. Keiner der befragten Händler hat derartige Währungen in seinem Payment-Mix und nur 7 Prozent erwägen überhaupt eine Integration. 16 Prozent der Befragten haben sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt und 77 Prozent bewerten Kryptowährungen als zu unsicher. Aktuell ist die Zahlungsart wohl mehr „Hype“ als Trend.

Datenbasis

Die Studie „Online-Payment 2018“ beinhaltet Daten von 111 Onlinehändlern (Pureplayer und Omnichannler) unterschiedlicher Branchen und Umsatzgrößen. Davon flossen Angaben von Händlern mit einem Nettoumsatz in Höhe von 18,7 Mrd. Euro in die Berechnung der Marktanteile der Zahlungsarten ein. 55 der Händler beteiligten sich auch an der qualitativen Befragung.

Datengrundlage für die Markthochrechnung bilden die 1.000 umsatzstärksten B2C-Onlineshops für physische Güter (inkl. E-Books) aus der Studie „E-Commerce-Markt 2017“ (EHI, Statista).

Die vollständige Studie ist im EHI-Shop und auf ehi.org erhältlich.

Kontakt

Caroline Coelsch, Projektleiterin Online- und Mobile-Payment
Tel.: 02 21/5 79 93-996
E-Mail: coelsch@ehi.org

Ute Holtmann, Leiterin Public Relations
Tel.: +49 (0)2 21/5 79 93-42
E-Mail: holtmann@ehi.org

Herausgeber: EHI Retail Institute e. V., Spichernstraße 55, 50672 Köln, www.ehi.org, 0221-57993-0

Über das EHI:

Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 80 Mitarbeitern. Sein internationales Netzwerk umfasst rund 800 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister. Das EHI erhebt wichtige Kennzahlen für den stationären und den Onlinehandel, ermittelt Trends und erarbeitet Lösungen. Das Unternehmen wurde 1951 gegründet. Präsident ist Kurt Jox, Geschäftsführer ist Michael Gerling. Die GS1 Germany ist eine Tochtergesellschaft des EHI und des Markenverbandes und koordiniert die Vergabe der Global Trading Item Number (GTIN, ehem. EAN) in Deutschland. In Kooperation mit dem EHI veranstaltet die Messe Düsseldorf die EuroShop, die weltweit führende Investitionsgütermesse für den Handel, die EuroCIS, wo neueste Produkte, Lösungen und Trends der IT- und Sicherheitstechnik vorgestellt werden sowie die C-star für den asiatischen Handel in Shanghai.

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